25 JAHRE DUCKDALBEN

 

25_jahre

Freitag 12.08 ab 18:30h

Finkwarder Speeldeel e.V

Bauchtanz Wüstenspringmäuse

Frauenchor Schanzonetten

 

Samstag 13.08. ab 19h

Tanz Gruppe Mindanao Solid Group

Altonaer Turnverein e.V. Bauchtanz Gruppe

Bollywood Frauentanzgruppe Shakti

Musik: Just For Kicks

 

 

 

 

Heimathafen DUCKDALBEN – Ein Vierteljahrhundert zum Wohle der Seeleute
Der international seamen’s club im Hamburger Hafen wird 25


Deshalb gibt es den DUCKDALBEN: Damit sich die Seeleute aus aller Welt zwischen Containern, Kohlehalden und Kränen nicht winzig und verloren vorkommen. Seit 25 Jahren ist der international seamen’s club die einzige Einrichtung dieser Art mitten im riesigen Hamburger Hafen.

Angefangen hat alles 1986 in einer unwirtlichen Bürobaracke auf einem Bauhof des damaligen Amtes für Strom- und Hafenbau. Doch schnell hat sich das hässliche Entlein zu einem stattlichen DUCKDALBEN entwickelt. Hatte man anfangs mit nicht mehr als 25 Gästen gerechnet, drängten sich schon nach wenigen Monaten Abend für Abend 60 Seeleute in der kleinen Stube, die Drähte in der einzigen Telefonzelle glühten. Inzwischen steuern rund oft mehr als 100 Gäste täglich den gewachsenen Club an. Im Jubiläumsjahr ist zusammengerechnet die halbe Million längst überschritten: Von August 1986 bis Ende 2010 landeten 585.690 Seeleute an, allein im Jahr 2010 kamen 34.588. Die größte Gruppe stellen die Filipinos gefolgt von Chinesen, Indern und den Seeleuten aus Russland und der Ukraine. Selbst nach 25 Jahren Dienst als Clubchef fasziniert Jan Oltmanns das bunte, friedliche Miteinander im DUCKDALBEN immer wieder aufs Neue: „Seeleute sind ganz besondere Menschen, es macht einfach Freude, sie spüren zu lassen, wie dankbar wir für Ihren oft harten Dienst sind.“

Seit einem Vierteljahrhundert fühlen sie sich hier gut und sicher aufgehoben, sehen sich umsorgt und versorgt mit allem, was sie nach langer Reise benötigen. Das fängt bei Shampoo und peanuts  aus dem kleinen Shop an, geht über kostenlose Internet-Nutzung, WiFi im gesamten Clubbereich, ungestörtes Telefonieren mit den Lieben in der fernen Heimat  zu fairen Preisen, kostengünstigem und zuverlässigem Geldtransfer zu ihren Familien rund um den Globus. Sie genießen es, ein kühles Bier zu trinken, zu entspannen, sich jenseits von Rangordnungen zu unterhalten, gemeinsam Musik zu machen, endlich auf festem Boden Billard zu spielen, Kicker oder Tischtennis. Sie erfreuen sich am grünen Garten, tanken Kraft im Raum der Stille, halten sich fit  auf dem Kleinsportfeld. Nach Wochen und Monaten endlich alles das tun, was an Bord bei beengtem Raum, ständigem Maschinenlärm, Vibration und schwankendem  Untergrund nicht möglich ist. Denn das Schiff ist nicht nur Arbeitsplatz, sondern zugleich Wohn- und Lebenswelt.

Unabdingbar für die Seeleute ist der kostenlose Shuttle Service vom Schiff zum Club und wieder zurück. Mit den DUCKDALBEN-Kleinbussen gelangten 628.145 Seeleute in den Club, 34.588 allein im Jahr 2010. Damit kamen 2.767.434 Kilometer zusammen, im vergangenen Jahr 202.648. Umweltverträglich mit Erdgas rollt der gesamte Fahrzeugpark bereits seit 2001. Elf der bislang 16 DUCKDALBEN-Kleinbusse sind durch Spenden finanziert worden, elf allein von der ITF International Transport Workers‘ Federation, außerdem  von Hafenunternehmen und angespart aus Spenden von Privatleuten.

Schwere finanzielle Stürme hat der international seamen’s club immer wieder durch erfreuliches  Spendenaufkommen überstanden, vor allem aber durch das langjährige Engagement der „DUCKDALBEN-Paten“. Diese acht Großspender aus der maritimen Wirtschaft stocken fest bis 2014 das finanzielle Fundament seitens der HPA Hamburg Port Authority als Geldgeber auf. Und auch die Nordelbische Kirche will ihren Zuschuss erhöhen.

Mit der Aktion „Duckaten“-Paten wird im Jubiläumsjahr ein neues Modell verlässlicher Partnerschaft vom Stapel laufen: Angepeilt ist, 10 x 25 Paten zu gewinnen, die sich fest auf fünf Jahre zu einer Spende verpflichten. Mit diesem Kurs soll auf eine Summe von 125.000 Euro pro Jahr zugesteuert werden. Ein ehrgeiziges Ziel. Doch das passgenaue Angebot für die Gäste aus der Ferne, mit  inzwischen ausgedehnten Öffnungszeiten, kostet eben nicht nur Peanuts.

Gold wert sind für Diakon Jan Oltmanns die Menschen im Club, die den Alltag im DUCKDALBEN  an 364 Tagen im Jahr wuppen: „Ohne sie wäre Land unter. Dieser unermüdliche Einsatz unserer helfenden Hände und Köpfe hat uns schon immense Summen gespart. Sie alle tragen uns. Vor der Zukunft ist mir deshalb nicht bange!“                                                  
Angelika F. Pfalz